„Haben unser eigenes Glück created“

„Wir haben unser eigenes Glück created“, sagte David Gordon nach dem knappen 30:27-Sieg in der Regionalliga bei den Kaiserslautern Pikes. Der Head Coach der Wiesbaden Phantoms hatte nach der Niederlage gegen Montabaur vor zwei Wochen gefordert, weiterhin fokussiert zu bleiben – die Saison sei noch lang. „Man hat gesehen, dass wir trotz der für uns sehr emotionalen Niederlage heute zurückgekommen sind – nach mehreren Rückständen! – und einen wichtigen Erfolg errungen haben. Das war nicht einfach. Aber wir haben bewiesen, dass wir es können.

Die Phantoms gingen in Kaiserslautern tatsächlich schnell in Führung. Zwar erreichte die Offense die Endzone der Gastgeber nicht ganz, Dario Stief verwandelte den Field-Goal-Versuch aus 22 Yards Entfernung aber souverän. Das 3:0 hatte nicht lange Bestand, konterten es die Lauterer doch noch im ersten Quarter mit einem Touchdown. Der Snap beim anschließenden PAT misslang jedoch und es blieb bei der Drei-Punkte-Führung, die danach die Taktik des Spiels mitbestimmen sollte.

Wiesbadens Defense packte auch im zweiten Quarter nicht immer zu – „Die Coverage war nicht optimal und wir haben Tackles verpasst“, bilanzierte Gordon – wohl aber, als die Pikes kurz vor der Endzone standen und die Phantoms auch den vierten Versuch aufhielten. Chris Hobsons 54-Yard-Lauf im Anschluss brachte die Phantoms direkt in eine gute Feldposition und zweieinhalb Minuten vor der Pause war es wieder Hobson, der die Beine in die Hand nahm und das Ergebnis auf 9:6 drehte. Dimo Moissiadis traf zum 10:6.

Ebenfalls noch im zweiten Spielabschnitt blieb ein Drive der Pikes erfolglos, Phantoms-Quarterback Lenny Turturica warf eine Interception und wieder standen die Gastgeber knapp vor Wiesbadens Endzone – dieses Mal mit für sie glücklichem Ausgang, Touchdown, Zusatzpunkt und 13:10-Führung. Doch erneut drehten die Phantoms das Ergebnis. 54 Sekunden vor der Pause erreichte Trivon Williams die Pikes-Endzone und stellte auf 16:13 für die Phantoms – auch Moissiadis‘ PAT saß. Jannis Fiedlers Quarterback Sack läutete schließlich die Halbzeit ein.

Die zweite Hälfte der Partie begann wie die erste etwas ruhiger. Die Pikes gingen mit einem Touchdown und Zusatzpunkt mit 20:17 in Führung und mit diesem knappen Polster auch ins abschließende Quarter, da die Defense sie ein weiteres Mal vor der Endzone aufhielt.

Hobson brachte mit seinem zweiten Touchdown zu Beginn des Quarters einmal mehr die Phantoms in Vorteil und Moissiadis verwandelte den Zusatzpunkt. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff hatten jedoch wieder die Gastgeber die Nase durch Touchdown und PAT vorne.

1:32 Minuten waren noch zu spielen, als die Phantoms ihren vierten Versuch ausspielten und Amier Hobson einen Turturica-Pass aus der Luft griff. Den Touchdown erzielte sein Bruder Christopher, Moissiadis brachte das 30:27 auf die Anzeigetafel.

Der abschließende Drive der Pikes näherte sich der Endzone zwar an, erreichte sie aber nicht. Ein Field Goal von der 25-Yard-Linie hätte die Gastgeber in die Verlängerung gerettet, der Snap misslang jedoch und die Pikes versuchten, das Ei doch noch in die Endzone zu tragen. Jan Hommer passte auf und tacklete – die Phantoms hatten gewonnen.

„Das war ein hartes Spiel gegen ein hartes Team“, fasste David Gordon schließlich zusammen. „Wir sind nicht gut gestartet, hätten K-Town einige Male stoppen müssen, was wir nicht getan haben, und hätten selbst punkten müssen, was wir auch nicht getan haben.“ Interceptions, schlechte Routen und verpasste Tackles hätten die Pikes im Spiel gehalten. „Aber wir haben zusammengehalten und das gemacht, was ich von den Jungs nach der Niederlage in Montabaur gefordert habe – wir haben Phantoms-Football gespielt. Ich bin stolz auf die Jungs, sie haben es durchgezogen, trotz mehrerer Rückstände nicht aufgesteckt und am Ende gewonnen. Gute Footballteams createn ihr eigenes Glück – das ist uns heute gelungen.“ 

Viel Zeit, um den Sieg zu genießen, hat das Team nicht. Bereits am Samstag, 24. Juni, sind die Darmstadt Diamonds zu Gast in „Camp Lindsey“. Kick-off ist um 16 Uhr. „Wir wollen diesen Phantoms-Football weiterspielen“, betont Gordon. „Es stehen noch eine Menge coole Spiele aus, die wir fokussiert angehen und gewinnen wollen. Die Saison ist noch lange nicht vorbei.“

Bilder: Anne Maas

Der restliche Spielplan:

  • Sa., 24. Juni, 16 Uhr: Wiesbaden Phantoms – Darmstadt Diamonds
  • So., 9. Juli, 15 Uhr: Frankfurt Pirates – Wiesbaden Phantoms
  • Sa., 15. Juli, 17 Uhr: Wiesbaden Phantoms – Rüsselsheim Crusaders
  • So., 27. August, 15 Uhr: Mainz Golden Eagles – Wiesbaden Phantoms
  • Sa., 2. September, 16 Uhr: Wiesbaden Phantoms – Mainz Golden Eagles

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