Primo Lursini zitiert Andi Brehme

Autor: Michael Wiegand

„Es ist bisher nicht wie geplant gelaufen, aber es gibt zwei Optionen: man kann aufgeben oder man macht weiter und versucht alles, um das Beste aus der Saison zu holen. Es liegt letztendlich nur an uns“, bilanzierte Defensive Back Adrian Kiernan nach dem ernüchternden 7:34 der Wiesbaden Phantoms gegen die Gießen Golden Dragons.
In der Tat habe die Einstellung „bei einigen Spielern“ nicht gestimmt, monierte Head Coach Patrick Griesheimer. „Solche Spieler ziehen leider auch die Jungs mit herunter, die leicht zu beeinflussen sind. Wir müssen nun die Leute finden, die wirklich wollen und den Ballast loswerden“, unterstreicht er.
„Endlich mal wieder Phantoms-Football spielen“ wollen viele der Akteure auf dem Feld. „Aber der Aufstieg ist klar vom Tisch“, bedauert Griesheimer. „Wir spielen jetzt gegen den Abstieg und ich hoffe auf genug Kampfgeist, um am Ende der Saison erhobenen Hauptes vom Platz gehen zu können.“
In Gießen gerieten die Phantoms schnell mit 0:21 in Rückstand. Einem 75-Yard-Pass ließen die Dragons Zusatzpunkt, einem Fumble der Wiesbadener Offense einen zweiten Touchdown und PAT und schließlich einen 39 Yard langen Touchdown-Pass plus Zusatzpunkt folgen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Offenseder Phantoms nicht einmal ein First Down erzielt, das bis zum zweiten Quarter auf sich warten ließ.
Im dritten Quarter erhöhten die Dragons durch einen erneuten Big-Play-Pass über 65 Yards auf 27:0, bevor Phantoms-Quarterback Preston Rabb über 35 Yards auf Kevin Klemm passte und auch Daniel Strohbichler traf.
„Das reicht aber natürlich nicht“, so Rabb nach dem Spiel. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, bevor wir gegen die richtig starken Teams der Liga antreten.“
Gießen erhöhte schließlich noch auf 34:7 und feierte den ersten Saisonsieg ausgelassen.
„Die Big Plays haben Gießen den Sieg gesichert“, so das Statistikteam der Phantoms in seinem kurzen Fazit. „Als Wiesbadens Offense ihr erstes First Down holte, stand es im zweiten Quarter schon 21:0 für Gießen.“ Die Offense sei nie richtig in Tritt gekommen und einzig Janis Fiedler habe ab dem zweiten Quarter als Runningback überzeugen können.„Joshua Haas und Kevin Klemm konnten auf der Wide Receiver Position zudem Akzente setzten.“
Vor dem schweren Auswärtsspiel bei den Nürnberg Rams am Samstag, 20. Mai, steht das Team nun noch stärker unter Druck als zuvor. „Ich zitiere mal Andy Brehme: ,Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!‘“, kommentiert Defensive Coordinator Primo Lursini die Situation. „Das Team hatte den Willen, das Spiel nach dem 0:21 noch zu drehen. Diesen Willen habe ich davor vermisst. Der Wille war also da, aber in den entscheidenden Momenten fehlten Glück und auch Training. Wenn man 0:21 zurückliegt, erhöht sich zudem der Druck. Ohne diese Hypothek aus dem ersten Quarter wäre in der zweiten Hälfte sicherlich vieles anders gelaufen. Aber wie gesagt: Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“

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