Offense der Wiesbadener Phantoms geschwächt

Autor: Nele Leubner

Er hat sich von der Rückenverletzung vergangene Woche noch nicht erholt. „Das schwächt uns“, sagt Trainer Patrick Griesheimer. „Die restlichen Passempfänger in der Offensive sind einfach nicht so erfahren“, meint er. „Mit noch einem Ausfall in unserem Wide-Receiver-Kernteam wird es ein hartes Spiel“, findet auch Chris. „Keiner will einen Fehler machen und aus genau dem Grund passieren dann Fehler. Wenn wir in die Nähe der Endzone kommen, werden wir nervös“, sagt er über die möglichen Gründe für die Patzer bei den vergangenen Spielen. Der 24-Jährige weiß aber auch um die Qualitäten seiner Mannschaft: „Wir haben mit vielen Yards Raum gewonnen und den Ball dann nur nicht in die Endzone bekommen.“ In der Statistik liegen die Phantoms bei der Offensive aber mittlerweile sogar an vorletzter Stelle in der Liga – nur die Darmstadt Diamonds haben schlechtere Ergebnisse für ihr Angriffsspiel. Nach dem Fauxpas von Runningback Thomas Hogue vergangene Woche macht die Statistik klar, dass das Laufspiel nicht die erhofften Ergebnisse bringt: Mit neun Touchdowns und 104,7 Yards Raumgewinn pro Spiel erreichen die Phantoms in der Tabelle insgesamt nur den elften Platz aller 16 Zweitligisten. Nachdem Chris am zurückliegenden Samstag nach Unstimmigkeiten mit dem Trainer überraschend erst im dritten Viertel eingewechselt wurde, ist er für die Partie gegen die Schwaben aber wieder als Start-Spielmacher gesetzt. „Diese erzieherische Maßnahme hat Wirkung gezeigt“, meint Griesheimer. „Chris wollte einfach mit der Brechstange das Spiel gewinnen und hat auf Risiko gespielt – und die Rechnung dafür bekommen.“ Er verteidigt den Kanadier dennoch: „Er ist ein super Quarterback, der eigentlich kein Risiko eingeht – was ich sehr schätze – und er hat auch so gut wie keine Interceptions geworfen“, sagt Griesheimer. Er spiele aber auch nur innerhalb der Möglichkeiten des gesamten Teams. Das allerdings eine starke Defensive aufweist: Mit durchschnittlich 15,1 liegen sie zwar abgeschlagen hinter Tabellenführer Kirchdorf Wildcats (7,1), aber immer noch an zweiter Stelle der gesamten Liga.
„Nachdem wir bei der Partie gegen die Universe alles an Fehlern reingepackt haben, was möglich ist, wollen wir am Samstag ein ordentliches Spiel hinlegen“, sagt Griesheimer. Die Holzgerlinger belegen derzeit Rang vier der Tabelle und könnten sich mit einem Sieg am Samstag sogar an den Phantoms vorbeischieben. Die in dieser Saison reichlich kassierten Strafen schwächen die Wiesbadener Offensive zusätzlich. Innerhalb der Liga sind sie bei den Strafen ungeschlagen: 113 haben sie in zehn Spielen gesammelt – und dadurch wertvollen Raum verloren.                 

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