Phantoms erkämpfen sich 9:1-Bilanz durch 30:7 über Mainz

Bild: Howard Fuhs

Die Wiesbaden Phantoms haben ihr von Head Coach David Gordon nach der Niederlage in Montabaur angepasstes Saisonziel erreicht und in der Regionalliga eine 9:1-Bilanz erzielt. Nach dem 14:9 am vergangenen Sonntag in Mainz schlug das Team die Golden Eagles nun im heimischen Europaviertel deutlich klarer mit 30:7. Als zweitbestes unter zehn Teams beenden die Phantoms die Spielzeit damit äußerst erfolgreich.

Die Gastgeber begannen direkt furios: Das zweite Play der Golden Eagles unterbrach Jakob Berghäuser mit einer Interception und brachte die Phantoms damit nur 30 Yards vor der Endzone in Ballbesitz. Quarterback Lennard Turturica übergab im ersten eigenen Offense-Spielzug das Ei an Christopher Hobson und 30 Yards später stand neben 1:01 abgelaufenen Minuten auch die 6:0-Führung auf der Anzeigetafel. Das 7:0 erzielte Elias Gruber mit seinem Holder Malthe Schmitt gewohnt souverän.

Im Gegenzug kamen die Mainzer bis auf 35 Yards an die Endzone der Phantoms heran, erreichten sie aber nicht und auch Cedrik Blankenbergers Field-Goal-Versuch flog links am Pfosten vorbei. Zuvor hatten sich Kameron Davis mit einem starken Return und Raphael Lee mit einem sehenswerten Lauf in den Fokus gespielt. Letztes Highlight des Quarters war jedoch ein 35-Yard-Pass Turturicas auf Christopher Deisenroth – vermeintlich, denn er wurde aufgrund einer Strafe nicht gewertet.

In der Folge verflachte die Partie und kam schwer in Gang, auch aufgrund zahlreicher strafenbedingter Unterbrechungen. Blankenbergers zweiter Field-Goal-Versuch fiel über 41 Yards in dieser Phase zu kurz aus. David “Juice” Akins gelungener Catch eines Turturica-Passes knapp über dem Boden für 13 Yards Raumgewinn, eine Interception von Jan Hommer inklusive 6-Yard-Return, starke Läufe von Amier Hobson und ein Wurf Turturicas auf Jerry Weishaupt, der die Phantoms in perfekte Position für Punkte brachte, begeisterten die Zuschauer auf der voll besetzten Tribüne, entlang der Sideline sowie in VIP-Zelt und dem “National Cargo”-Areal hinter der Endzone. Arne Schaal war es schließlich, der einen kurzen Pass Turturicas zum 13:0 fing. Grubers PAT saß erneut. Die Halbzeit endete schließlich mit einem eindrucksvollen Tackle von Julien Vuete und Eddric Whack.

Durch die hohe Anzahl an gelben Flaggen zog sich das dritte Viertel in die Länge, wartet aber auch mit zwei Scores auf. Die Phantoms hatten nach einem erfolglosen Drive, während dem vor allem Alexander Werners kraftvoller Run durch die halbe Mainzer Defense – stark geblockt von der Offense – ins Auge stach, und einem Fumble des Golden-Eagles-Quarterbacks Rausheen Lively, der das Ei beim Versuch, über die Wiesbadener Defense zu springen, in der Luft verlor, ein drittes Mal gepunktet: Turturica bediente Amier Hobson über 45 Yards (!) zum 20:0, bevor Gruber mit seinem dritten Zusatzpunkt das 21:0 ermöglichte.

Lively fumblete im nächsten Drive erneut und wie zuvor nahm Whack das Ei auf, um es 15 Yards Richtung Mainzer Endzone zu tragen – wieder vermeintlich, denn eine weitere Strafe sicherte den Gästen den Ballbesitz. Es folgten sechs Versuche der Golden Eagles, die letzte Handvoll Yards zu Punkten zu überbrücken, stets von der Wiesbadener Defense aufgehalten, von Strafen aber im Spiel gehalten. Nachdem unter anderem Tim Miedl einen Pass deflectet hatte, gelang Lively schließlich doch noch der kurze Pass zum 6:21 auf Davis. Blankenberger verkürzte per PAT auf 7:21.

Bis zum Quarterende hatte Turturica noch einen 25 Yard langen Pass auf Weishaupt geworfen, Amier Hobson bei einem 14-Yard-Lauf seine Wendigkeit unter Beweis gestellt und schließlich der Mainzer Julian Hey mit auslaufender Uhr eine Interception gefangen.

Christopher Hobson brachte die Wiesbadener Offense mit einem 15 Yards langen Run im nächsten Phantoms-Drive wieder in Position, sodass Gruber schließlich über 23 Yards das einzige Field Goal der Partie zum 24:7 erzielen konnte. Oskar Truetsch beendete den anschließenden Return der Golden Eagles mit einem krachenden Tackle, Thomas Mansour brachte Mainz’ Quarterback mit eine beherzten Sprung sowie Griff an den Fuß zu Fall und sorgte direkt im folgenden Play für seinen zweiten Sack in Folge – inklusive Fumble. Einmal mehr vermeintlich, denn eine Strafe ermöglichte es den Gästen, das Ei noch per Punt loszuwerden. Die Defense hatte die Mainzer in diesem Drive komplett ausgeschaltet und der 41-Yards-Return von Akins endete erst in die Endzone – ein viertes Mal vermeintlich. Flaggen warfen die Phantoms stattdessen bis auf die 44-Yard-Linie zurück.

Quarterback Niklas Woelbert übernahm die Führung der Offense und sorgte unter anderem mit einem gelungenen Pass auf Schaal für Raumgewinn. Die Schlusspunkte der Partie, der Saison und einer 18-jährigen Karriere in Wiesbaden setzte Sportdirektor Oliver Gebhardt in seinem letzten Spiel für die Phantoms: Als Fullback überbrückte er die letzten zwei Yards und erhöhte auf 30:7. Der Snap zum PAT misslang danach und Woelberts Pass flog über sein Ziel hinweg.

Bild: Joshua Ziss Photography

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