Bild: Michael Wiegand

Die Wiesbaden Phantoms haben in der GFL2 erwartungsgemäß gegen die Gießen Golden Dragons verloren. Dem 14:42 drückte Quarterback A.J. Springer, 2018 und 2019 noch für die Phantoms aktiv, seinen Stempel auf. Mit zwei hervorragenden Touchdown-Pässen und drei eigenen Läufen in die Endzone war der US-Amerikaner der spielentscheidende Mann. Kaum hatte Springer das Feld verlassen, erlosch das Feuer der „Goldenen Drachen“ komplett.

Bis die Phantoms die ersten Punkte erzielten sollten, hatten sich die Gießener mit 21 Punkten abgesetzt. Zwei lange Returns von Bryan Ohanian, ein sehenswerter Tackle von Keon Rohe und Jens Schmitt, ein 6-Yard-Lauf von Carl Abisch, die Defense, die eindrucksvoll einen Drive der Gäste stoppte, Amier Hobsons 18 Yard langer Run sowie ein akrobatischer Catch von Nick Schönfeld, der von den Referees nicht anerkannt wurde, waren bis zu diesem Zeitpunkt die positiven Highlights im Spiel der Phantoms, die die „Goldenen Drachen“ direkt in ihrem ersten Drive durch einen Fumble auf der eigenen 34-Yard-Linie in hervorragende Feldsituation gebracht hatten.

Dem 0:21 ließ die Offense von Coordinator Ian Winfield einen Drive folgen, der das Potenzial der Spieler um Quarterback Niklas Woelbert aufblitzen ließ: Hobson sorgte für einen 18-Yard-Return und auch ein Sack mit zehn Yards Raumverlust stoppte die Phantoms-Offense danach nicht, denn Woelbert passte über 18 Yards auf Schönfeld. Amier Hobson fing im Anschluss einen Pass über 38 Yards zum 6:21 und auch die Conversion – ein Lauf Woelberts – gelang in souveräner Manier.

Die Dragons spien ihr Feuer bis zur Halbzeit aber noch zwei Mal und bauten den Vorsprung bis zum 35:8 auf 27 Zähler aus. Offense und Defense der Phantoms zeigten in dieser Phase immer wieder ihr eigentliches Können, wurden aber zu häufig durch Strafen und individuelle Fehler zurückgeworfen. Beispiele für das erneute Aufblitzen der Stärken des jungen Wiesbadener Teams waren vor der Pause unter anderem ein 30-Yard-Lauf Hobsons, Woelbert-Pässe über 41 Yards auf Justus Steffe und über kurze Distanz auf den mit 18 Jahren jüngsten Spieler der Phantoms, Paul Grütz, sowie Tackles von Oskar Truetsch, Christopher Hobson und Janne Sulin. 

Das dritte Quarter brachte zunächst einen erfolglosen Drive der Phantoms, Elias Grubers Punt flog allerdings bis elf Yards vor die Dragons-Endzone. Timo Hanewald forcete einen Fumble, den er selbst aufnahm, Woelbert bediente Schönfeld über 35 Yards und drang mit der Phantoms-Offense durch einen starken Pass auf Grütz bis auf die 1-Yard-Linie vor. Hobson trug das Ei schließlich zum 14:35 in die Endzone, scheiterte mit seinem Run aber bei der Conversion.

A.J. Springers letzte Aktion – ein Lauf in die Endzone – beendete auch das Scoring. Bis Spielende traten noch Runningback Alex Werner, Linebacker Sulin sowie Hobson und Alonzo Jones mit starkem Druck auf den Gießener Back-up-Quarterback Peter Hoppe in Erscheinung, Woelberts Pässe auf Hobson und Schönfeld machten Spaß und auch Jan Hommers Tackle, Rohes Quarterback Sack, Arno Herings Defense und ein Tackle von Jones waren augenscheinliche Hinweise auf das Potenzial der Wiesbadener.
Am Samstag, 27. August, folgt nun direkt das nächste GFL2-Heimspiel der Phantoms. Zu Gast sind in dieser letzten Partie der Saison die Frankfurt Pirates. Kick-off in „Camp Lindsey“, Willy-Brandt-Allee 17, ist um 17 Uhr. Tickets sind bereits jetzt online per PayPal auf www.wiesbaden-phantoms.de, über die Smartphone-App „VTFansports“ sowie am Spieltag an der Tageskasse erhältlich.