7:0 lässt Phantoms aufatmen

Autor: Michael Wiegand

Robin Walthers 61 Yards langer Interception Return war vielleicht das Highlight des Rückspiels der Wiesbaden Phantoms gegen die Frankfurt Pirates. Nachdem sich die beiden Teams vier Wochen zuvor 0:0 getrennt hatten, mussten die Kontrahenten in den sozialen Medien einiges an Spott über sich ergehen lassen, obwohl beide selbstverständlich bemüht waren, Punkte auf das Scoreboard zu bringen. Das punktlose 0:0 wurde dennoch dafür hergehalten, die Leistung der Offenses zu kritisieren.
Für die Phantoms gab Head Coach Tibor Gohmet daher auch den doppeldeutigen Leitspruch „Das Einzige, was zählt, sind Punkte auf dem Scoreboard!“ aus.
Tatsächlich tasteten sich Phantoms und Pirates zunächst ab, bevor das zweite Quarter für die Gastgeber zum besten der bisherigen Saison wurde. Thomas Mansour läutete den Spielabschnitt mit einem sehenswerten Sack an Frankfurts Quarterback Moritz Schmidt ein, bevor Robin Walther über 24 Yards vermeintlich einen Touchdown erlief, der jedoch wegen einer Strafe nicht gegeben wurde. Nur zwei Minuten später scheiterten die Phantoms nach einem misslungenen Snap zum Field-Goal-Versuch mit einem improvisierten Pass, erhielten das Ei aber weitere 90 Sekunden später bereits zurück: Linebacker Dimo Moissiadis fing einen Pirates-Pass dabei nicht nur ab, sondern trug ihn über 30 Yards in die Endzone – allerdings wieder durch eine Strafe verhindert waren die ersten Punkte seit fünf Quartern.
Zwei Minuten waren schließlich noch in der ersten Halbzeit zu spielen, als Wiesbadens Quarterback Tom-Emil Meißner unter dem Jubel von Fans und Spielern die letzten drei Yards bis in die Endzone selbst zurücklegte und das 6:0 erlief. Kicker Dario Stief erhöhte mit seinem Holder Niklas Woelbert per PAT auf 7:0.
In der Folge kamen die Phantoms aber weiterhin nicht in ein flüssiges Spiel, geschuldet auch zahlreichen Strafen auf beiden Seiten. Die Pirates hatten dasselbe Problem, wurden aber zusätzlich von den Trommlern des VC Wiesbaden gestört, die gemeinsam mit den Anhängern der Phantoms für mehrere „Delay of Game – Spielverzögerung“ sorgten. Sowieso wurden die Angriffsbemühungen der Frankfurter immer wieder durch die starke Defense der Phantoms unter Ersatz-Defensive-Coordinator Marco Corzani gestört – Alleine Thomas Mansur brachte drei Sacks an, Jan Hommer war zweimal erfolgreich.
So stand es auch nach drei Quartern noch 7:0, als Walther mit seinem langen Interception Return nochmals für Aufregung sorgte. Die abschließenden Bemühungen der Pirates blieben danach erfolglos. „Es hat immer noch nicht richtig geklickt“, bilanzierte Head Coach Gohmert direkt nach dem Spiel. Ein Sieg sei aber ein Sieg. „Und den wollen wir jetzt erstmal genießen.“
Die Phantoms haben sich durch den Erfolg auf 3:7 Punkte verbessert und gastieren am Samstag, 21. August, ab 17 Uhr bei den Bad Homburg Sentinels. Das nächste Heimspiel steht erneut exakt eine Woche

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