
– Interview mit Multitalent Lucy Arendt –
„Ich bin sehr stolz auf den Fortschritt, den ich dank meiner Mitspielerinnen und der Coaches in so kurzer Zeit machen konnte“, betont Lucy Arendt. „Gerade dieses Teamgefühl hat mich in schweren Zeiten gut aufgefangen und mir neue Freundschaften geschenkt.“
Die 25-Jährige aus Bad Kreuznach hat erst vor Beginn der laufenden Saison mit American Football angefangen, wird aber bereits als Tight End, Edge und Wide Reciver sowie in den Special Teams eingesetzt. „In jeder Position habe ich meinen Spaß und kann mich gar nicht entscheiden, welche Position mir aktuell am meisten Spaß macht.“
Im Interview blickt Arendt auf die vergangenen Monate zurück, bewertet den Sieg in Trier und wagt einen Ausblick auf den Rest der DALH7-Saison.
Warum bist Du Footballerin geworden?
Angefangen mit Football habe ich, weil ich schon immer ein Mensch für Vereinssport war, ich liebe dieses Teamgefühl und abgesehen davon habe ich Football bereits vorher verfolgt und dachte mir „Warum nicht selbst spielen?“ Es war eher eine spontane Aktion, ins Probetraining zu gehen, und jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mir ein Leben ohne Football gar nicht mehr vorstellen kann.
Gab es bereits einen Moment, an den Du Dich besonders gerne erinnerst?
Es freut mich einfach, dass ich so gut im Team aufgenommen wurde und bereits in meiner ersten Saison viele Fähigkeiten erlernen konnte, um etwas zum Erfolg beitragen zu können.
Wie hast Du das Spiel in Trier erlebt?
Das Spiel in Trier war super. Ich hatte Riesenspaß. Wir sind sofort stark gestartet und bis zur letzten Minute haben wir den Fokus gehalten. Ich war auch sehr zufrieden mit meiner eigenen Leistung.
Wo siehst Du Deine Stärken?
Wahrscheinlich, dass ich sehr explosiv starten kann. Ich bin nicht die Schnellste oder diejenige Spielerin mit der größten Ausdauer, aber ich bin gerade auf den ersten Yards schnell und kann dadurch Druck auf das gegnerische Team ausüben.
Was hast Du Dir langfristig vorgenommen?
Ich möchte meine bereits erlernten Fähigkeiten weiter perfektionieren. Und an meiner Ausdauer arbeiten.
Was ist das Reizvolle an Deinen Positionen?
Dadurch, dass ich sowohl Offense als auch Defense spiele, habe ich von beiden Welten etwas. Ich habe großen Spaß, wenn es ums Tackling geht, aber genieße ebenfalls den Nervenkitzel, wenn es darum geht, meine Routen zu laufen und den Ball zu bekommen.
Und an Football generell?
Football ist ein Sport, in dem jeder, egal, welches Fitnesslevel, eine Position besetzen kann. Die Phantoms Ladies stehen zudem für Body Positivity und Toleranz. Jeder wird herzlich aufgenommen und an den Sport herangeführt, selbst wenn man, wie ich anfangs, noch nie Football gespielt hat.
Auf welches noch ausstehende Spiel in der aktuellen Saison freust Du Dich am meisten?
Ich freue mich natürlich auf das Turnier im „Camp“, wenn am 12. September sowohl die Trier Stampers als auch die Erfurt Indigos kommen, und hoffe, dass wir dann als Sieger aus der Saison gehen.
Wie stehen die Chancen?
Ich glaube an das Team und an die Coaches und bin mir ziemlich sicher, dass wir den Titel zu Hause behalten, wenn wir den Fokus behalten.
Der restliche Spielplan:
Sa., 22. August, 16 Uhr: Wiesbaden Phantoms – Erfurt Indigos
Sa., 12. September, 12 Uhr: Wiesbaden Phantoms – Trier Stampers
Sa., 12. September, 15 Uhr: Wiesbaden Phantoms – Erfurt Indigos
