Phantoms verabschieden sich mit 51:6-Triumph aus der Saison

Bild: Johannes Lay

Die Wiesbaden Phantoms haben in der GFL2 gegen die ersatzgeschwächten Frankfurt Pirates mit 51:6 gewonnen und damit eine verkorkste Saison sehr eindrucksvoll beendet. Das Team von Head Coach David Gordon führte bereits zur Halbzeit mit 32:6 und gab danach immer mehr und mehr Back-ups Einsatzzeit – und probierte zudem den einen oder anderen Trickspielzug.

Niklas Woelbert führte die Offense auf das Feld und brachte zunächst mehrfach Brè Yon Nicholas Thomas und Amier Hobson auf dem Boden ins Spiel sowie mehrere kurze Pässe an. Das letzte Yard überbrückte Woelbert am Ende eines überzeugenden Auftaktdrives, der viereinhalb Minuten dauerte, selbst zum 6:0. Den Zusatzpunkt verwandelte Elias Gruber souverän, doch die Pirates machten sich daran, auszugleichen: Ein vermeintlich von den Phantoms gesicherter Fumble beim Return wurde nicht anerkannt und trotz guter Tackles von Timo Hanewald und Lukas Reschke zog auch die Frankfurter Offense über das Feld und verkürzte auf 6:7. Der Snap zum PAT misslang danach und Arno Hering und Thorben Wenzel brachten den Holder schließlich zu Fall. Es sollten die ersten individuellen Highlights sein, die die Defense zaubern sollte.

Auf der anderen Seite des Feldes feierte Amier Hobson nach einem 55-Yard-Catch nach Meinung der Referees zu ausgelassen, denn sein Touchdown wurde nicht gewertet und die Phantoms stattdessen 15 Yards zurückgeworfen. Woelbert passte schließlich über 16 Yards in der Endzone auf Nick Schönfeld. Auch der Conversion – einem Lauf von Thomas – hatten die Pirates nichts entgegenzusetzen, so dass es mit 15:6 in die erste Quarterpause ging.

Oskar Truetsch und Hanewald mit einem Tackle für vier Yards Raumverlust sorgten davor für zwei zusätzliche Defense-Highlights.

Jaiden Greenidge gewährleistete mit einem 23-Yard-Catch von Woelbert eine gute Ausgangsposition für die Phantoms, die durch eine doppelte Premiere schließlich belohnt werden sollten: Nicholas „Flipper“ Shoopinsky fing nicht nur seinen ersten Pass überhaupt, sondern auch seinen ersten Touchdown-Pass. Woelbert hatte den Receiver über drei Yards bedient und Nikolas Klock anschließend auf 22:6 erhöht. 

Lukas Reschke gelang während des Drives der Pirates ein sehenswerter Sack und Hanewald erzwang auf der 6-Yard-Linie der Gäste einen Fumble, der nur einen Spielzug später von Thomas zum 28:6 in die Endzone getragen wurde. Als noch sieben Minuten zu spielen waren, hatte Klock die Führung erneut um einen Punkt ausgebaut.

Jan Hommer setzte noch vor der Pause einen guten Tackle, Carlos Cardenas und er sackten den Quarterback für einen Raumverlust von zwölf Yards und die gesamte Defense überzeugte nicht nur dadurch, die Pirates nicht vorankommen zu lassen, sondern sie sogar zurückzudrängen. 

Woelbert garnierte einen weiteren guten Drive der Wiesbadener Offense mit einem fast 20 Yards langen Pass auf David Tibo, Timo Wappler tankte sich über elf Yards zu einem neuen First Down und Klock schoss schließlich ein 23-Yard-Field-Goal zum 32:6-Pausenstand. Den Schlusspunkt unter die stärkste Halbzeit der Phantoms in dieser Saison setzte Reschke mit einer Interception. 

Nikolas Klock eröffnete das Scoring im dritten Quarter mit einem 32-Yard-Field-Goal, nachdem Oskar Truetsch stark getacklet und die Defense einmal mehr die Pirates aufgehalten hatte – Bryan Ohanian hatte den Drive durch seine Interception beendet. Ebenfalls vorausgegangen waren ein 17 Yard langer Woelbert-Pass auf Jaiden Greenidge und ein kurzer, aber kraftvoller Lauf Maximilian Mantiks.

Die Defense von Coordinator Johannes Fiebig agierte weiterhin konzentriert und ließ wenig Raumgewinn durch die Pirates zu. Auf der anderen Seite scheiterte Runningback Alexander Werner nur knapp an einem First Down, bevor Paul Grütz mit einem artistischen Catch im dritten Versuch dafür Sorge trug, dass Klocks Field-Goal-Versuch deutlich kürzer geriet als noch ein Play zuvor.

Ohanians zweite Interception brachte die Phantoms schnell wieder in Ballbesitz und als Niklas Woelbert unter Bedrängnis noch Arne Schaal knapp vor der Endzone fand, hatten  die Gastgeber direkt wieder die Chance zu punkten… Brè Yon Nicholas Thomas kämpfte sich acht Yards weit durch die Defense der Pirates und der Conversion-Pass Woelberts auf Schaal wurde mit dem 43:6 belohnt.

Merlin Engel schlug einige Spielzüge später im Gegner ein, bevor Ohanian mit seiner dritten (!) Interception wieder die Phantoms-Offense auf das Feld brachte. Als Quarterback agierte nun Marc Stosic, der zunächst zwei und später 16 Yards selbst überbrückte und gleichermaßen kurze wie längere Pässe erfolgreich anbrachte. Zwei kerzengerade Würfe auf Amier Hobson ließen die Maschinerie warmlaufen, ein eigener zwölf Yards weiter Lauf brachte neue vier Versuche ein und der abschließende 33-Yards-Pass auf Amier Hobson die 49:6-Führung. Ein gefaketer PAT wurde zu einem viel bejubelten Conversion-Catch von Keon Rohe, der das Ergebnis auf 51:6 schraubte.

Dabei blieb es, auch wenn Stosic noch David Tibo sehenswert anspielte und Thomas mit zwei Läufen überzeugte – einer bis in die Endzone, der durch eine Flagge jedoch an Gültigkeit verlor.

So gewannen die Phantoms ihr letztes Saisonspiel – gegen zugegebenermaßen ersatzgeschwächte Pirates – sehr sehr eindrucksvoll. „Die Jungs haben an sich geglaubt“, sollte Head Coach David Gordon ein kurzes, aber treffendes Fazit ziehen. „Von der ersten Sekunde an.“

Go, Phantoms!

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