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HerrenWiesbaden, den 08.07.2012

"Wir stehen uns selbst im Weg"
Phantoms verlieren wichtiges Spiel mit 16:28 bei den Rhein-Neckar Bandits!

Kevin Brüngel gegen Düsseldorf
(c) Timo Matz(twe) „Wir stehen uns selbst im Weg“, fasste Phantoms-Cheftrainer die Leistung seiner Mannschaft nach der 16:28 Niederlage bei den Rhein-Neckar Bandits in einem kurzen Satz zusammen. 15 von den Phantoms unbeantwortete Punkte erzielten die Gastgeber im letzten Spielviertel und sicherten sich damit ihren vierten Saisonsieg, während sich die Mannschaft von Sven Gloss vorerst von jeglichen Playoff-Träumen verabschieden muss.

Unnötige Penalties in wichtigen Spielsituationen. Die Unfähigkeit, das Spielgerät in vier Versuchen aus kürzester Entfernung in die Endzone zu bugsieren. Es waren einige Faktoren, die dazu beitrugen, dass sich Wiesbaden eine hart erkämpfte und durchaus verdiente Führung im letzten Spielviertel noch aus den Händen nehmen ließ. Eine Führung, die man ohne besagte Aussetzer durchaus hätte ausbauen können, bevor die Bandits mit einem Kraftakt und zwei Touchdowns den doppelten Punktgewinn unter Dach und Fach brachten.

Stephan Mertsching eröffnete für seine Bandits auf Zuspiel von Marco Ehrenfried den Punktereigen in einem ausgeglichenen Spiel. Allerdings vergaben die Gastgeber den Extrapunkt ihres ersten Touchdowns ebenso, wie die Phantoms beim anschließenden Ausgleich durch Richard Edens nach Pass von Kevin Brüngel. Mit dem Spielstand von 6:6 wurden erstmals die Seiten gewechselt.

Seydou Jalloh brachte die Phantoms mit einem kurzen Lauf erstmals in Führung und vollendete damit eine beeindruckene, rund 80 Yards lange Angriffsserie seiner Mannschaft. Nach Tobi Kreuzers Extrapunkt führte Wiesbaden zwar erstmals, musste aber postwendend den Ausgleich hinnehmen. Nationalspieler Danny Washington trug den Ball im ersten Folgespielzug über 80 Yards Distanz zum Ausgleich in die Endzone (Extrapunkt Henn).

Nach der Halbzeit dann die große Chance für die Phantoms, das Spiel für sich zu entscheiden. Ein 50 Yard Pass von Brüngel auf Patrick Ihl und nur noch drei Yards fehlten zum Touchdown. Vier Spielzüge und einen Penalty später übernahmen die Gastgeber den Ball auf ihrer 1 Yard Linie. Ärgerlich, vermeidbar und dem wieder mal dem verlorenen Kampf um wenige Zentimeter geschuldet. „In solchen Momenten fehlt uns einfach das, was unsere Gegner meist auszeichnet. Kaltschnäuzigkeit und Souveränität. Wir vollenden nicht, was wir vorbereiten. Diese Situation war sicherlich maßgeblich für das, was folgte“, sah Sven Gloss diese für seine Mannschaft enttäuschenden Sekunden.

Zwar gelang Tobi Kreuzer unmittelbar vor Ende des dritten Spielviertels ein riskanter Field Goal Versuch aus 45 Yards Distanz zur 16:13 Phantoms-Führung. Die vergebene Großchance auf einen Touchdown nagte aber spürbar am Selbstbewusstsein der Mannschaft. Wir auch der kostspielige Ballverlust im Anschluss. Umso enttäuschender, da man durch eine Interception von Youngster Christian Zimmermann gerade in der Hälfte der Bandits in Ballbesitz kam. Lauf von Jalloh auf die Bandits 19 Yard Linie, Halten-Strafe gegen Wiesbaden, tiefer Passversuch, Interception Bandits und Ballbesitz Bandits auf der 22 Yard Linie der Phantoms. Das Spiel kippte. Zumal US-Ballträger Sean Cooper diese Vorlage postwendend zur 21:16 seiner Mannheimer verwertete.

„Das Spiel hätten wir nicht verlieren dürfen. Wenn wir das, was wir uns erarbeiten, endlich wieder in Zählbares ummünzen, gehen wir in Mannheim als Sieger vom Platz. Aber es gelingt uns nicht, und deswegen beginnt für uns nun der Kampf gegen den Relegationsplatz, den derzeit noch die Munich Cowboys innehaben“, verabschiedet sich Sven Gloss offiziell von dem Wunsch, mit seiner jungen Mannschaft in die Playoffs einziehen zu können.

Der abschließende Touchdown der Gastgeber durch Darensburg besiegelte schließlich das Schicksal der Phantoms und schickte diese zur Aufarbeitung vieler Baustellen in eine kurze Spielpause, bevor am 21. Juli die Stuttgart Scorpions zu Gast in Wiesbaden sein werden.

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