Spielfreies Wochenende für das Jugendbundesligateam

Coach’s Corner mit Christian Freund, Head Coach der U19

Von: Michael Wiegand

Dein Team steht jetzt 5:0 und hat durch die kampflosen Siege gegen Marburg 14:0 Punkte in der GFL-J Mitte. Zeit, um über die Play-off-Teilnahme zu sprechen?

Man macht sich als Coach darüber schon die ersten Gedanken und schaut in die Süd-Gruppe. Wann spielen Hall und Fürstenfeldbruck? Wenn kann man scouten und wo bekommt man Videos her? Eltern und Spielern haben wir bereits im Herbst 2016 bei der Saisonplanung mitgeteilt, den Sommerurlaub in den beiden spielfreien Wochen rund um die Jugend-EM zu nehmen. Die Play-off-Teilnahme war immer das Ziel, aber noch haben wir sie nicht in der Tasche. Da hofft man natürlich auch, dass die Mainzer in den nächsten zwei Wochen einmal stolpern. Ansonsten gibt es am 1. Juli ein Highlight-Spiel im Europaviertel.

In der ersten Halbzeit gegen Hanau hatte man das Gefühl, dass die Jungs zu sicher waren, das Spiel auf jeden Fall zu gewinnen, obwohl es nicht gut lief... Was habt ihr Coaches in der Pause bewirkt?

Wir haben vor dem Spiel immer betont, wie wichtig es ist, Schritt für Schritt zu denken. Hanau ist nach Wiesbaden gekommen, um nicht nur auf dem Papier Siege einzufahren. Der Kick-off-Return-Touchdown war ein Dämpfer. Ein kleiner Fehler in der Coverage von uns hat hier für das Ergebnis gesorgt. Unsere Spieler denken manchmal zu viel darüber nach, was geschehen ist, anstatt sich auf den nächsten Snap zu konzentrieren. Es war zu diesem Zeitpunkt gut, einem Rückstand hinterherzulaufen, nicht hektisch zu werden und ruhig unser Spiel zu machen. Bereits in Mainz hat sich die Moral der Truppe gezeigt. Wir mussten nicht viel in der Halbzeit sagen, das meiste kam aus dem Team selbst.

Wie bereitet ihr euch nun auf das nächste Spiel vor?

Wie auf jedes andere auch. Wir haben in der GFL-J Mitte einen Videopool und analysieren die Spiele unserer Gegner. Daraufhin trainieren wir im Training unsere und die Taktiken der Gegner. Weiterhin investieren wir Zeit in die Special Teams. Das positive Ergebnis für uns hat man oft genug in dieser Saison gesehen.

Warum sollten Phans zum nächsten Spiel kommen? Und warum lohnt es sich generell, GFL-Juniors-Spiele anzuschauen?

Wir spielen um die Deutsche Meisterschaft mit, haben die Chance im zweiten Jahr in Folge zu Hause unser Viertelfinale zu spielen. Wir haben jetzt noch zwei Heimspiel im Europaviertel. Mit Darmstadt verbindet die Phantoms eine alte Rivalität und am 1. Juli ist die Landeshauptstadt von der falschen Rheinseite zu Gast. Ich glaube das sind genügend Gründe, unsere Jungs anzufeuern.

Welchen Tipp gibst Du Deinen ältesten Spielern in ihrer letzten U19-Saison mit auf den Weg Richtung GFL2?

Hart an sich arbeiten. Das verlangen wir bereits ab dem Wintertraining von jedem unserer Spieler. Zwei Mal Teamtraining in der Woche bringt den Spieler auf Jugendbundesliga-Niveau nicht weiter. Wir bieten daher eine separate Einheit im Kraftraum an, den unsere Herrenspieler ja auch selbstständig nutzen können. Unsere Seniors werden darauf vorbereitet, erst einmal wieder in die „Rookie“-Rolle, in die Rolle des Neulings, zu schlüpfen und sich einen Platz im Kader zu erarbeiten. Der Wechsel von Jugend zu den Herren ist nie leicht. Die Geschwindigkeit steigt, die Taktik ist eine andere. In der U21 im Herbst, in der zweiten Mannschaft und der Kadettenregelung kann sich jeder auf dem Level „Herren“ ausprobieren, dazu lernen und schneller wachsen.

Zurück zur Übersicht