Traum oder Albtraum?

Warum ein Sieg in Ravensburg für das GFL2-Team so wichtig ist

Von: Michael Wiegand

Der Blick auf die aktuelle GFL2-Tabelle dürfte dem Phans Schmerzen bereiten: Nur 7:7 Punkte stehen für die Wiesbaden Phantoms in einer Saison zu Buche, die das Team aus der hessischen Landeshauptstadt eigentlich gewinnen wollte.

Die Saison verläuft so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr: Der nächste Gegner der Phantoms, die Ravensburg Razorbacks, führen die Tabelle mit 10:2 Punkten vor Gießen (9:5 Punkte), Nürnberg (8:4) und den Phantoms an. Blickt man bei der aufgrund unterschiedlicher Spielanzahl der Teams noch sehr ungenauen Tabelle auf die Minuspunkte, führen die Razorbacks mit zwei Gegenpunkten vor Nürnberg (vier), Gießen und Kirchdorf (je fünf). Wiesbaden hat mit fünf Zählern Rückstand auf die Razorbacks also nur noch eine theoretische Chance auf die Meisterschaft und ist auf Schützenhilfe angewiesen.

Doch in der aktuellen Saison scheint alles möglich zu sein, zumal die beiden einzigen Gegenpunkte der Ravensburger aus einer 20:46-Klatsche herrühren, die die Razorbacks am 27. Mai ausgerechnet gegen die Phantoms hinnehmen mussten.

Entsprechend reizvoll ist die Partie am Samstag, 17 Uhr, in Ravensburg: Die Gastgeber müssen punkten, um den Vorsprung auf die 8:4-Rams zu halten, die Phantoms, um mit ihren sieben Minuspunkten nicht noch näher an die beiden Tabellenletzten Albershausen (5:11 Punkte) und Fursty Razorbacks (2:12) zu rutschen. Denn ebenso wie die Phantoms noch (theoretisch) Meister werden können, können sie auch zum Absteiger werden.

„Wir haben jedes Mal eine Rechnung dafür bekommen, wenn wir nicht genug Zeit und Energie investiert haben“, sagt Wiesbadens Tyrell Blanks mit Blick auf die bisher von Hochs und Tiefs geprägte Saison. „Man muss immer 100 Prozent geben. Vor und während einem Spiel! Ich hoffe, jeder Spieler hat das jetzt verstanden und gibt diese 100 Prozent in jedem Training und Spiel in den verbleibenden Wochen.“

Als Team müssten die Phantoms in Ravensburg als Einheit auftreten und vom ersten Play an den Ton angeben, so der US-Amerikaner. „So wie im ersten Spiel! Wir wissen alle, dass wir besser sind, als es der Tabellenstand zeigt, müssen dieses Wissen aber in Leistung umwandeln. Wir müssen unsere Aufgaben erfüllen, Strafen minimieren und uns bewusst machen, dass wir den Mann auf der anderen Seite der Line of Scrimmage dominieren können!“

Mit einem Sieg in Ravensburg könnten die Phantoms ihren Rückstand auf die Razorbacks auf drei Punkte verringern. Angesichts der Tatsache, dass ihre Gastgeber in den verbleibenden Spielen noch je zweimal auf Gießen und Nürnberg treffen sowie eine Auswärtspartie in Kirchdorf bestreiten müssen, wäre ein Erfolg für Wiesbaden ein erster Schritt, um den aktuellen Tabellenführer am Ende der Saison vielleicht noch zu überholen. Oder auch das eine oder andere Team.

Kick-off der Partie zwischen den Ravensburg Razorbacks und den Wiesbaden Phantoms ist am Samstag, 8. Juli, um 17 Uhr im Lindenhofstadion.

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